Schule als sicherer Ort – Eine Frage der Haltung

Während die Schülerinnen und Schüler für zwei Tage den Unterricht ins Homeoffice verlegten, nutzten die Lehrkräfte der GFS am 18. und 19. September die Gelegenheit für eine intensive Fortbildung zu einem hochaktuellen und sensiblen Thema: Wie kann Schule ein sicherer Ort für alle sein – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, die sich auch in der Schülerschaft widerspiegeln?

Unter dem Titel „Konfliktfreie Schule“ führte der Kölner Referent Torsten Schumacher durch die zweitägige Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen dabei Strategien des Konfliktmanagements und die sogenannte Opfersensibilisierung. Ziel war es, Lehrkräften eine klare Haltung zu vermitteln, die Schülerinnen und Schüler in schwierigen Situationen stärkt und die Schule zu einem Raum macht, in dem sich alle sicher und respektiert fühlen.

Ein zentrales Element war die „Interaktionstreppe“ – ein Modell, das veranschaulicht, wie Kommunikation auf verschiedenen Ebenen verläuft und wie Eskalationen durch bewusste Gesprächsführung verhindert werden können. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele wurde deutlich, wie wichtig klare Kommunikation und ein souveränes Auftreten in Konfliktsituationen sind. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Teamsolidarität.

Torsten Schumacher, selbst ehemaliger Förderschullehrer, verstand es, mit einer gelungenen Mischung aus Fachwissen, Erfahrung und Humor die Inhalte anschaulich und praxisnah zu vermitteln. Am Ende der zwei Tage wurde deutlich: Sicherheit an Schulen ist kein einmal erreichter Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess – getragen von einer Haltung, die hinschaut, versteht und handelt.

Text: Anke Dorenkamp, Foto: Michel Zarth