GFS-Lateinwettbewerb 2015: „Rom - Herrscherin über viele Völker“

Johannes Luber und Pascal Strümpler schafften beim diesjährigen GFS-Lateinwettbewerb - mittlerweile dem zehnten seiner Art - das nahezu Unmögliche: Sie lieferten sich bis zur letzten der insgesamt zehn Aufgaben ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen und kamen am Ende mit jeweils exakt 118,5 Punkten gleichauf ans Ziel. Die Fachschaft Latein konnte also zum ersten Mal zwei Siegern gratulieren. Dabei bot der Weg zum Siegertreppchen nicht nur manchen Fallstrick, sondern er verlangte auch einen sehr hohen Einsatz an Zeit, Fähigkeit zur sorgfältigen Recherche, Kombinationsgabe und Kreativität. Umso erfreulicher ist es, dass sich 24 Sechstklässler dieser Aufgabe stellten und sich in ihrer Freizeit mit dem Thema „Rom - Herrscherin über viele Völker“ auseinandersetzten. In Aufgabe 1 mussten die Schüler unter 70 Staaten diejenigen ankreuzen, die in ihren heutigen Grenzen ganz oder teilweise zum römischen Reich gehörten, als es 117 n. Chr. seine größte Ausdehnung hatte. Hier half teilweise tatsächlich nur der direkte Vergleich von aktueller und antiker Landkarte, wobei man schon sehr genau hinsehen musste. in Aufgabe 2 ging es um „Mutter Latein und ihre Töchter“, also um moderne Fremdsprechen, genauer gesagt um Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, die bekanntlich allesamt sehr stark vom Lateinischen geprägt sind. Dass die Römer neben ihrer Sprache auch ihre Gesetze, Sitten in Bräuche mit in die Provinzen brachten, war Thema in Aufgabe 3. Die Konzentration lag dabei auf Recht und Gesetz: Lateinische Sprichwörter, z.B. das bekannte in dubio pro reo, mussten ihrem deutschen Pendant zugeordnet werden. In Aufgabe 4 setzten sich die Schüler in einem Fragespiel à la Wer-wird-Millionär? mit zwölf Fragen zu „Wirtschaft und Handel“ auseinander: Was kauften die Römer nicht von den Germanen - Frauenhaar, Bernstein, Gold oder Pelze? Oder: Welche dieser heute gängigen Waren kannten die Römer - Kartoffel, Zucker, Paprika oder Kirschen? Oder: Der Gott der Reisenden hieß bei den Römern … Mercur, Mars, Jupiter oder Teutates. Auch hier waren einige Antworten nur nach aufwändiger Recherche korrekt zu beantworten. In Aufgabe 5 wurde es dann wieder leichter: Es ging um „Transport“. Ein Zahlenbild war auszufüllen und anzumalen. In Aufgabe 6 konnte man viel über das Reisen in der Antike lernen. Durch sorgfältige Lektüre gelangte man zu einem Lösungswort. Gereist sind auch Asterix und Obelix in ihren Abenteuern viel. Hier waren neben den echten Fans Schüler mit einer guten Beobachtungsgabe gefragt; denn den Frontseiten diverser Asterix-Ausgaben waren die Überschriften abhanden gekommen. Landestypische Details in den Abbildungen gaben Hinweise auf das jeweils zu suchende Reiseziel. In Aufgabe 8 wurde es ernst, mussten sich die Schüler hier doch gedanklich mit dem Thema der Krieg auseinandersetzen. Aus zwölf Zitaten war nach eigener Wahl eines zu erklären und die Wahl zu begründen. Einige Antworten waren inhaltlich ausgesprochen beeindruckend. Aufgabe 9 ist stets für das “Diepholzer Allerlei” reserviert, einer Mischung aus Fragen zur Grammatik und zum Hintergrundwissen aus dem Unterricht. Von einigen Ergebnissen bei Aufgabe 10 - traditionell eine Kreativaufgabe - zeigten sich die Juroren begeistert. Hier waren die Schüler gefordert, Rom als „Herrscherin über viele Völker“ bildlich darzustellen. Einige Arbeiten waren so gelungen, dass die Fachschaft Latein darum bat, sie am kommenden Tag der Offenen Tür ausstellen zu dürfen. Es wird deutlich, wie zeitintensiv dieser Wettbewerb ist und wie viele verschiedene Fertigkeiten er voraussetzt. Dass sich so viele Sechstklässler dieser Herausforderung stellten und sich in ihrer Freizeit mit den Aufgaben befassten, verdient große Anerkennung. Den beiden Erstplatzierten mit geringem Abstand auf den Fersen war Ole Woyciniuk auf Platz 3. Es folgten Luana Ahrens, Samirah Schnittger, Tim Schulze, Amélie Wirth, Milena Wiesener, Paula Tabke, Jule Haverkamp, Janis Ole Behning, Phillip Weber, Annike Schmidt, Maxi Josefine Stieger, Louis Schweitzer, Jan-Ole Fiedler, Dilan Savga, Justin Dammann, Alena Jacob, Michael Plaßmeier, Samuel von Schlichtegroll, Maria Gossen, Tristan Wenk und Finn Dubenhorst. Die Fachschaft Latein gratulierte allen Teilnehmern zu ihrer besonderen Leistung. (Text und Foto: Maria Schmutte)

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